DEMOKRATIE AN DER GSS

Pimp my Bike
Unsere Schule nahm zweimal erfolgreich am Würth Bildungspreis teil. Ein Höhepunkt war der Gewinn im Jahr 2015 und die Gründung der Schülerfirma „Pimp my bike“, einer schuleigenen Fahrradwerkstatt. Dort übernahmen die Jugendlichen die Reparatur, Wartung und Pflege von Fahrrädern und erwarben so handwerkliche Fähigkeiten. Neben der Werkstattarbeit gehörten Organisation, Bürotätigkeiten und Marketing zu den zentralen Aufgaben. Die Firma wurde in verschiedene Abteilungen gegliedert, in denen demokratische Strukturen gelebt wurden. Dadurch sammelten die Lernenden praxisnahe Arbeitserfahrungen und übernahmen Verantwortung für echte Aufgaben und Abläufe. Während der Corona‑Pandemie musste unser fachlich betreuender Zweiradmechaniker die Schule leider verlassen. Dadurch fielen Arbeiten an realen Kundenaufträgen vorübergehend weg.
Die bereits bestehenden Strukturen der Schülerfirma konnten jedoch weitergenutzt werden und die Schülerfirma ist bis heute aktiv und fest im Schulcurriculum verankert. Die Teams konzentrierten sich zeitweise auf die Produktion eines selbst entwickelten Brettspiels und für die Zukunft sind weitere Projekte geplant, u.a. der Aufbau eines Schulkiosks und die Produktion von eigener Schulmerch und Schulkleidung (Siebdruck).

Donaudeltareise
Die Schülerfirma hat ein eigenes Brettspiel über die Donau entwickelt und umgesetzt. Beim internationalen Schülerwettbewerb „Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten“ ausgerichtet vom Haus der Heimat konnte die Gruppe mit ihrem Rohling auch einen Preis ergattern. Unterstützt wurden sie von einer Grafikerin (grafische Umsetzung der Schülerideen), einem Mitglied der Ulmer Schachtel Elchingen (als schwäbische Originalstimme im Spiel) und einem Mitarbeiter der Stadtentwässerung Stuttgart. Die Themen Flüsse und Europa sind Teil des Bildungsplans und die Kinder wollten einen Weg finden, das entsprechende Wissen einfach, abwechslungsreich und spannend zu verpacken und hierbei gleichermaßen „Enkel und Großeltern“ als Zielgruppe anzusprechen. Beim Spiel treten zwei Ulmer Schachtel-Schiffe gegeneinander an und müssen auf ihrer Reise in jedem Land (auf jedem Feld) eine landestypische Speise einsammeln. Für die Inhalte der Aktions- und Fragekarten konnten wir Kontakt zu Schulen und Partnern aus allen 10 Donauländern aufbauen. Die Fragekarten und Lebensmittel (Spielchips) sind somit authentisch und abwechslungsreich. Das Donauschwäbische Zentralmuseum aus Ulm hat die Fragen dann auch auf Richtigkeit für uns geprüft („Tüv“) und verkauft das Spiel in ihrem Museumsshop.
Im Schuljahr 2022/23 wurde die Gruppe mit ihrem Spiel für den Würth-Bildungspreis nominiert und mit dem Preis in der Kategorie „Europa“ ausgezeichnet.



Schulkleidung
Im Rahmen ihrer Corporate Identity legten die Kinder und Jugendlichen der Schülerfirma großen Wert auf ein stimmiges Corporate Design mit professionellen Logos und Farben und entwarfen eigene Firmenkleidung. Die T-Shirts wurden zunächst in Kooperation mit der Druckwerkstatt des Jugendhauses Mitte in Stuttgart umgesetzt. Neben der Firmenkleidung konnten auch die Trikots unserer Sportmannschaften mit unseren Logos bedruckt werden.
Im Zuge der Arbeit am Brettspiel zur Donaudelta-Reise und der Teilnahme am Würth Bildungspreis entstand der Biber („Bietigheim Beavers“) als Maskottchen unserer Schule. Die dazugehörigen T-Shirts sind in der Schülerschaft sehr gefragt und werden regelmäßig im Schulalltag getragen. Über das Jugendhaus konnten wir schließlich eine eigene Siebdruckmaschine anschaffen und starten nun mit der Eigenproduktion: So wurde bereits die gesamte Grundstufe zum „Tag des Trikots“ mit selbstbedruckten Beavers-T-Shirts ausgestattet.
Als nächstes planen wir, die Kollektion zu erweitern und einen eigenen Schulkiosk für den Verkauf aufzubauen.





